Kinostart: 16.03.2017

Pawlenski - Der Mensch und die Macht

Pawlenski - Der Mensch und die Macht
Hauptdarsteller:
Alexej Maslodudow Ilja Semjonow Vladislav Dunajew Tatjana Lopatina
Regie:
Irene Langemann
Drehbuch:
Irene Langemann

Der russische Politkünstler Pjotr Pawlenski hat sich bei seinen Aktionen den Mund zugenäht, den Hodensack auf dem Roten Platz festgenagelt, ein Ohrläppchen abgetrennt. Es ist die Auseinandersetzung eines mutigen Freigeistes mit der Staatsmacht Russlands.

Der Film zeigt den Politaktivisten Pjotr Pawlenski in seiner Beschäftigung mit der Freiheit des einzelnen Menschen gegenüber der Macht des Staates. Er begleitet den Künstler bei seiner Auseinandersetzung mit der Justiz, der eskalierenden Intoleranz und der Gewalt im heutigen Russland.

Polit-Kunst

Polit-Kunst

2012 erregt der russische Politkünstler Pjotr Pawlenski internationales Aufsehen, als er sich den Mund mit einem groben Faden zunäht und im Zentrum von St. Petersburg eine Kunstaktion durchführt, um den verurteilten Mitgliedern von "Pussy Riot" seine Solidarität zu bezeugen. Nach Pawlenskis Ansicht sind politische Künstler in Putins Russland zum Schweigen verurteilt. Mit seinen Aktionen möchte er die Beziehungen zwischen der Macht und der Gesellschaft zum Ausdruck bringen. Politische Kunst heißt für Pawlenski, die Mechanik der Macht darzustellen.

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Aktionskünstler

Aktionskünstler

In seiner berühmtesten Aktion setzt sich der Künstler im November 2013 nackt vor das Lenin-Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau und nagelt seinen Hodensack fest. Seine Aktion, der er den Titel „Fixierung“ gibt, steht für Apathie und Gleichgültigkeit in der modernen russischen Gesellschaft. Sich selbst bezeichnet Pawlenski bei den politischen Kunstaktionen als die "Figur des Schweigens". Bei den meisten Aktionen tut er eigentlich nichts: Er liegt, steht oder sitzt. Alles was um ihn herum passiert, führen letztlich die Vertreter der Macht aus.

Aktionen

In diesem Bildband gibt der Künstler Einblicke in sein Schaffen und zeigt, dass seine Aktionen nur ein Vorspiel sind. Das Kunstwerk ist erst vollendet, wenn Pawlenski das "Material" der Macht – Festnahm-Protokolle, Verhöre, psychiatrische Diagnosen mitsamt den jeweiligen Akteuren – gesichert hat. Mit seinen Aktionen ? Naht (2012), Kadaver (2013), Fixierung (2013), Freiheit (2014), Abtrennung (2014) ? hat Pjotr Pawlenski die russische Kunst der letzten Jahre geprägt. Für seine jüngste Aktion Bedrohung (2015) zündete er die Tür des russischen Geheimdienstes an.

Aktionen, Gebundene Ausgabe
Ilya Danishevsky, Piotr Pawlenski
Aktionen, Gebundene Ausgabe
26,90
Symbol

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Pawlenski geht es vor allem darum, zu enthüllen, wie Macht aus Menschen Objekte machen kann, wenn sie missbraucht wird. Am 9. November 2015 setzt der Künstler die Tür des russischen Geheimdienstes FSB in Brand, um gegen den „staatlichen Terror" zu protestieren. Pawlenski hat es gewagt, gegen die mächtigste Institution des Landes zu rebellieren! Und symbolisch deutlich gemacht, dass in Putins Russland der Geheimdienst das Land regiert.

Der Fall Pawlenski ist einmalig und hat die Weltbühne erreicht.